Heilpflanzen-Tabelle kompakt
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Heilpflanzen-Tabelle
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Propolis und Firewall... Was soll das?

 

Propolis besteht aus der altgriechischen Vorsilbe "pro" (bedeutet "vor") und dem altgriechischen Substantiv "polis" (bedeutet "Staat" oder "Stadt").

Zusammen bedeutet das etwa "vor dem Staat", was gleichbedeutend ist mit "Schutzwall" oder eben auch "Firewall" (Brandmauer). Propolis bildet als Bienenprodukt gewissermaßen eine Barriere vor dem Bienenstaat. Und schützt ihn vor Eindringlingen wie Viren, Bakterien und Pilzen.

Warum sind Propolis-Zubereitungen so teuer?

Nun, in einem einzigen Liter Propolis-Tinktur ist die gesamte Menge Propolis-Substanz, die ein oder zwei Bienenstaaten pro Jahr erübrigen können.

Zudem löst sich Propolis nur in hochprozentigem Alkohol, der auch nicht ganz billig ist, und in Äther.

Wofür benutzt man Propolis-Lösungen und Extrakte?

Schon zur Zeit der alten Ägypter war bekannt, dass Stoffe wie Propolis sich ganz ausgezeichnet als Zutat des Einbalsamierens und zur Haltbarmachung der Pharaos eignete. Dadurch, dass Propolis den Verfall eines Leichnams durch Fäulniserreger (Bakterien, Pilze...) unterband, fand lediglich eine Dehydrierung (Austrocknung) statt: die eigentliche Mumifizierung.

Im Lauf der Jahrtausende fand man heraus, dass die antimikrobielle Wirkung innerlich wie äußerlich gegen Pilze, Viren und Bakterien genutzt werden kann. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, als in Russland die Vorräte an Antibiotika zur Neige gingen, sollen dort hauptsächlich Propolistinkturen und andere Zubereitungen eingesetzt worden sein. Außerdem eignet sich Propolis hervorragend als Radikalenfänger bei "oxydativem Stress".

Wikipedia weiß beispielsweise noch:
»Die antibiotischen Wirkungen von wässrigen und alkoholischen Propolis-Extrakten sowie einzelner Propolis-Inhaltsstoffe wurden im Agar-Dilutionstest und Agar-Diffusionstest gegenüber gram-positiven und gram-negativen Keimen nachgewiesen. Darüber hinaus wurde eine antivirale Wirkung gegenüber Rhinoviren und Herpesviren im Plaque-Reduktionstest festgestellt. Propolis wirkt wachstumshemmend auf Candida albicans und Hautpilze (Dermatophyten). Propolis zeigt cytotoxische Wirkungen, die im Tierversuch an Mäusen, bei denen künstlich Krebstumore eingepflanzt wurden, das Wachstum dieser Tumore zu hemmen vermochten.«

Und woraus besteht das "Wunderzeugs"?

Propolis (auch: Bienenharz oder Bienenkittharz) wird von den Bienen im Wesentlichen aus Baumharzen (Knopsen und Rindenverletzungen), Wachs, Pollen, ätherischen Ölen und Speichelsekret der Bienen (was ja auch in Hülle und Fülle im Honig vorkommt) hergestellt.

Aber Achtung! Es können allergische Zustände auftreten, wenn eine Unverträglichkeit eines Inhaltsstoffs vorliegt. Und: Flecken der Tinktur bekommt man leider aus Textilien praktisch nur noch mir der Schere heraus...

Bei Ohrenschmerzen genügen oft schon 3 Tropfen auf etwas Watte, womit dann das Ohr tamponiert wird. Innerlich angewendet sollte eine 30%ige Tinktur mit etwa 3 bis 4 mal 5 bis 10 Tropfen vor den Mahlzeiten (bei 40 Vol.% Alkohol sind das etwa 225 bis 750 mg Propolis täglich).

In der Apotheke gibt es auch noch alkoholfreie Propolis-Flüssigkeiten.

Und wie immer: Arzt und/oder Heilpraktiker mit einbeziehen!