Heilpflanzen-Tabelle kompakt
Heilkraut, Heilpflanze, Arzneipflanze, Heiltee, Arzneitee, Tinktur, Heilkräuter, Heilpflanzen, Arzneipflanzen, Heiltees, Arzneitees, Tinkturen, Heilkunde, Naturheilkunde
Heilpflanzen-Tabelle
Übersichtliches und auf das Wesentliche konzentriertes Heilpflanzen-Kompendium - endlich!
 
 
Bitte EIN (1) kurzes Suchwort eingeben - oder einen Teil davon (z. B. "hasel" statt "Haselnussblätter").

Frühjahrskur – was ist das?

 

Menschen möchten im Spät-Frühjahr gerne ihren Winterballast wegbekommen, worunter häufig Einlagerungen durch zuviel Essen bei zuwenig Bewegung gemeint ist. Aber was meint eine Frühjahrskur wirklich?

Was meinen Menschen, wenn Sie von einer Frühjahrskur reden? Sie wollen das allgemeine Unwohlsein und die Kraftlosigkeit verlieren, die oft auch mit Frühjahrsmüdigkeit umschrieben wird.

Als Ursache wurde vielfach angenommen, dass einseitige und übermäßige Ernährung die Ursache sei und dass der Körper nun entschlackt und entgiftet werden müsse.

Die einen "erledigten" das mit einer Fastenkur, welche einfach entwicklungsgeschichtlich "normal" war: Nach dem Winter war im Frühjahr in alten Zeiten Nahrung ohnehin knapp; Priester bzw. Druiden installierten eine Fastenzeit zur Gotteshuldigung, um die Menschen den Mangel weniger spüren zu lassen.

Manche machen heute eine kombinierte "Saft-Fasten-Kur", eine "Zitronensaftkur", eine "Glaubersalzkur", andere wiederum eine Pflanzenkur. – Wir haben uns hier (natürlich) für die Pflanzen-Variante entschieden, zumal Verfahren wie die "Saft-Fasten-Kur" den Körper mit Zuckern und Säuren überfluten.

Und die Pflanzenheilkunde sieht die Haupterfordernisse einer Frühjahrskur in der Stärkung von Ausleitungsorganen und in der "Umwälzung" der Körperflüssigkeiten mittels Pflanzensäften oder Pflanzentees. Ich ziehe Heilpflanzentees vor: Es helfen hier besonders Kräuter, die den Stoffwechsel ankurbeln (z. B. Bittersüß, Borretsch, Heidekraut, Schwarze Johannisbeere, Walderdbeere).
Sie sollten auch die Ausleitungsorgane Lunge, Nieren, Darm und Haut (z. B. Zinnkraut, Spargel, Heidekraut, Bittersüß, Stiefmütterchen, Walderdbeere, Löwenzahn, Brennnessel), aber auch die Leber (Schöllkraut, Mariendistel-Samen) umfassen.

Leider gibt es heute kaum noch Kräuterläden, Reformhäuser oder Apotheken, die die Pflanzen lose oder in kleinen Gebinden vorrätig halten. Im Internet finden Sie jedoch vieles, doch auch nicht auf Anhieb.

Mein Tipp: Suchen Sie sich aus oben genannten Pflanzen (mindestens je eine aus Stoffwechsel, Ausleitungsorganen und aus Leber intuitiv und ohne Nachdenken 6 Heilpflanzen aus, besorgen Sie sich dann im Laden Ihres Vertrauens je 30 Gramm des getrockneten Krautes bzw. der Ganzpflanze, mischen es und bewahren es in einem gläsernen Schraubdeckelgefäß auf (niemals Plastik wegen der Inhaltsstoffe, auch wenn die Plastikgefäße-Beraterin Gegenteiliges sagt...
Wenn Sie das Anmischen beauftragen wollen, sollten Sie mit angemessenen Zusatzkosten rechnen.

Von der Mischung nehmen Sie pro Tasse 2 gute Teelöffel, überbrühen mit 250 ml Wasser, bedecken die Kräuterteetasse und lassen 10 Minuten ziehen. Dann abseihen bzw. Kräutereinsatz herausnehmen und schluckweise trinken. Beim letzten Schluck sollte der Tee noch lauwarm sein. Und davon 3 Tassen täglich vor den Hauptmahlzeiten.

Sie können die Gesamtmenge auch auf einmal morgens frisch herstellen. Reste vom Vortag werden verworfen.

Immer gilt: Kurzeit maximal 3 Wochen. Und: Abklären mit Ihrem Arzt und/oder Heilpraktiker!