Heilpflanzen-Tabelle kompakt
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Heilpflanzen-Tabelle
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Aknebehandlung mit Tee – wie geht das?

 

Noch bis in die 1980er Jahre hinein war es üblich, Akne-Erkrankungen und Pubertätsakne mit Heilkräutern zu behandeln und zu lindern.

So wurden Akne-Tees vor dem Durchbruch von Clearasil & Co., die viel einfacher anzuwenden sind und weniger "Begleitvorschriften" mitbrachten, angewendet:

Die Wirksamkeit von Akne-Tees wird stark unterstützt durch das Meiden tierischer Fette (Bratwurst, Haxe usw.). Heute weiß man, dass einige tierische Proteine ebenfalls gemieden werden sollten (Heilpraktiker haben früher den Konsum von Schweinefleisch generell untersagt während einer Behandlung).

Akne-Tees bestanden häufig hauptsächlich aus Stiefmütterchenkraut (mit Blüten). Gemeint ist das wilde Stiefmütterchen mit den winzigen blau-weißen Bluten (etwa 5 Millimeter), welches oft an Feldrainen zu finden ist. Abgebildet werden jedoch häufig in Büchern und WWW die bekannten Gärtnerei-Stiefmütterchen.

Das Stiefmütterchen wird zur inneren und äußeren Anwendung bei Akne, Ekzem, Milchschorf und sonstigen chronischen Hauterkrankungen angewendet.

Eine seit Jahrzehnten bewährte Mischung aus meiner Praxis ist diese:

50 Gramm Stiefmütterchenkraut mit Blüten
30 Gramm Walnussblätter
20 Gramm Klettenwurzel

Wenn der Geschmack zu heftig ist (kommt bei empfindlichen Menschen vor), kann der Rezeptur noch ein Esslöffel Fenchel oder Anis zugesetzt werden.
Von der Mischung nehmen Sie pro Tasse 1 guten Teelöffel, überbrühen mit 250 ml Wasser, bedecken die Kräuterteetasse und lassen 10 Minuten ziehen. Dann abseihen bzw. Kräutereinsatz herausnehmen und schluckweise trinken. Beim letzten Schluck sollte der Tee noch lauwarm sein. Und davon 3 Tassen täglich vor den Hauptmahlzeiten.

Den Kräutertrester (die Kräuterrückstände) können Sie nach dem Ziehvorgang in eine Verbandkompresse oder ein frisches Taschentuch einwickeln und – möglichst warm – auf die betroffenen Hautarreale pressen (immer saubere Hände!).

Immer gilt: Kurzeit maximal 3 Wochen. Und: Abklären mit Ihrem Arzt und/oder Heilpraktiker!